Altenburg Rote Spitzen (3)

Altenburg: Die Stadt wird geprägt von Roten Spitzen.

Kommentare 0
Orte, Personen

Dieie Stadt wird geprägt von Roten Spitzen.
Es begann mit Kaiser Friedrich Barbarossa, der die einst mächtige Klosteranlage stiftete. Italienische Mönche waren für die Architektur und den Bau verantwortlich und schufen einen mustergültigen Bau der staufischen Romanik. Kaiser Barbarossa wat 1172 bei der Weihe sogar selbst anwesend. So steht es in Dokumenten, von denen man jedoch später feststellte, dass sie gefälscht waren. Das Kloster war einst ein mächtiger Backsteinbau. Aber vergangene, verkommene Zeiten. In der Reformation war man der Meinung, dass die Mönche nicht im Einklang mit den reformatorischen Sitten lebten. Deshalb löste man das Kloster 1543 schlichtweg auf. Das bekam den Gebäuden nicht gut. Sie verfielen sehr schnell. Vielleicht ließ auch die Qualität zu wünschen übrig. Nur das Westturmwerk blieb intakt. Nach der Klosterauflösung erhielt die Stadt die Bürde des Baus. Was tun? 1665 wurde eine Schule eingerichtet, 20 Jahre später fand man es für besser, in den Türmen ein Gefänbgnis einzurichten, was sogar 200 Jahre lang bestand. Im 17. Jahrhundert baute man auch das Kirchenschiff um, um für wenige JHahre ein Witwen- und Waisenhaus darin zu etablieren. Die heutige Gestalt erhielt das Bauwerk im 19. Jahrhundert: 1810 wurde es nach einem Brand wieder aufgebaut und ein paar Jahrzehnte später durch einen Fachwerkbau ergänzt. Es wurde als Zucht- und Arbeitshaus genutzt. Auch die Turmanlage wurde renoviert und nahm zu DDR-Zeiten ein Museum für mittelalterliche Handwerkskunst auf. Das Bauwerk ver-un-dankt seine Geschichte der Reformation. Ungeliebt, und ungeehrt, gelten die roten Spitzen heute dennoch als Wahrzeichen der Stadt.
Manchmal meint man, Luther und seine Widersacher hätten besser Skat gespielt. Aber das haben sie nachweislich nicht. Denn erst 1820 wurde in Altenburg das Skatspiel erfunden, weshalb heute die Stadt auch den Ehrennbamen „Spielkartenstadt“ trägt.

Hinterlasse eine Antwort